Erika Wildau-Honecker, in historischen Berichten meistens Erika Wildau oder Erika Honecker genannt, ist die ältere Tochter des früheren DDR-Staatschefs Erich Honecker. Sie wurde 1950 als gemeinsames Kind von Erich Honecker und der Politikerin Edith Baumann geboren. Im Gegensatz zu ihrem bekannten Vater trat sie selbst kaum öffentlich auf und führte überwiegend ein privates Leben.
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Erika Wildau-Honecker im kurzen Überblick
| Merkmal | Bekannte Information |
|---|---|
| Name | Erika Honecker, später Erika Wildau |
| Geburtsjahr | 1950 |
| Vater | Erich Honecker |
| Mutter | Edith Baumann |
| Halbschwester | Sonja Honecker |
| Ehemann | Karl Wildau |
| Kinder | Zwei Töchter |
| Beruf | Tätigkeit im DDR-Außenministerium, später Rechtsanwältin |
| Öffentliche Auftritte | Sehr selten |
| Letzter verlässlich dokumentierter Wohnort | Berlin in den frühen 1990er-Jahren |
Die Bezeichnung Erika Wildau-Honecker wird heute häufig in Suchanfragen und biografischen Texten verwendet. In zeitgenössischen Medien findet man jedoch meistens den Namen Erika Wildau.
Erika Wildau-Honeckers Herkunft und Kindheit
Erika wurde in eine Familie geboren, die eng mit dem Aufbau der Deutschen Demokratischen Republik verbunden war. Ihr Vater Erich Honecker gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg zu den führenden Funktionären der Freien Deutschen Jugend und später der SED. Ihre Mutter Edith Baumann war ebenfalls eine bedeutende Politikerin. Sie war Mitbegründerin der FDJ, Mitglied der Volkskammer und zeitweise Kandidatin des Politbüros der SED. Damit waren beide Eltern stark in das politische System der jungen DDR eingebunden.
Erich Honecker und Edith Baumann heirateten im Dezember 1949. Im folgenden Jahr kam ihre gemeinsame Tochter Erika zur Welt. Die Ehe der Eltern hielt jedoch nicht lange. Erich Honecker begann eine Beziehung mit Margot Feist, die später als Margot Honecker bekannt wurde. Zu dieser Zeit lebte er teilweise noch mit Edith Baumann und der kleinen Erika in einer gemeinsamen Wohnung.
Familie, Eltern und Geschwister
Erika Wildau-Honeckers Vater Erich Honecker war von 1971 bis 1989 der führende Politiker der DDR. Er war Generalsekretär des Zentralkomitees der SED und später auch Vorsitzender des Staatsrates. Seine politische Verantwortung wird heute kritisch bewertet. Unter seiner Führung blieben die Berliner Mauer, die innerdeutsche Grenze, politische Verfolgung und starke Einschränkungen persönlicher Freiheiten bestehen.
Erikas Mutter Edith Baumann war deutlich mehr als nur die frühere Ehefrau Erich Honeckers. Sie hatte eine eigene politische Laufbahn und war bereits vor ihrer Ehe in der sozialistischen Jugendbewegung tätig. Nach der Trennung von Honecker blieb sie weiterhin in wichtigen Funktionen der DDR aktiv. Sie starb 1973 in Ost-Berlin.
Ehe mit Karl Wildau und eigenes Familienleben
Erika Honecker heiratete den DDR-Diplomaten Karl Wildau und übernahm dessen Nachnamen. Daher wird sie in Zeitungsberichten meistens als Erika Wildau bezeichnet. Karl Wildau wurde 1928 geboren und war viele Jahre im diplomatischen Dienst der DDR tätig. Seine Karriere führte ihn in verschiedene Länder und politische Regionen.
Zwischen 1968 und 1972 arbeitete er zunächst als Generalkonsul und anschließend als Botschafter der DDR in Südjemen. Von 1975 bis 1980 war er Botschafter in Zypern. Später vertrat er die DDR in den Niederlanden. Er übernahm das Amt im Jahr 1988 und blieb bis zum Ende der DDR beziehungsweise der deutschen Wiedervereinigung 1990 in dieser Position.
Beruflicher Werdegang von Erika Wildau-Honecker
Erika Wildau-Honecker war nicht ausschließlich über ihre Familie mit dem DDR-Staat verbunden. Nach verfügbaren biografischen Angaben arbeitete sie selbst längere Zeit im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der DDR. Welche genaue Position sie dort bekleidete, ist in öffentlich zugänglichen Quellen nicht ausführlich beschrieben. Angaben über ihre Abteilung, ihre Aufgaben oder die Dauer der Tätigkeit sollten deshalb nicht ohne eindeutige Nachweise ergänzt werden.
Ihre Arbeit im Außenministerium könnte mit der beruflichen Laufbahn ihres Mannes verbunden gewesen sein. Gleichzeitig war das Ministerium ein großer staatlicher Apparat mit vielen unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen. Später arbeitete Erika Wildau als Rechtsanwältin. Diese Berufsbezeichnung wurde auch in zeitgenössischen Medienberichten verwendet.
Ihr Leben nach dem Ende der DDR
Der politische Umbruch von 1989 veränderte das Leben der gesamten Familie Honecker. Erich Honecker verlor im Oktober 1989 seine politischen Ämter, während die DDR wenige Monate später aufhörte zu existieren.
Für Erika bedeutete diese Entwicklung vermutlich ebenfalls eine große Veränderung. Ihr früheres berufliches Umfeld im Außenministerium wurde aufgelöst, und die öffentliche Bewertung ihres Vaters wandelte sich grundlegend. Trotzdem blieb sie nach bekannten Berichten in Deutschland. Anfang 1992 wurde sie als in Berlin lebende Rechtsanwältin beschrieben.
Der Besuch bei Erich Honecker in Moskau
Ein besonders oft erwähnter Abschnitt ihres Lebens ist eine Reise nach Moskau im Januar 1992. Erich Honecker hielt sich damals in Russland auf und war bereits schwer krank. Nach damaligen Medieninformationen reiste Erika gemeinsam mit ihrem Mann Karl Wildau und ihren beiden Töchtern zu ihm. Auch Sonja Honecker, Erikas Halbschwester, soll an dem Familientreffen teilgenommen haben.
Dieser Besuch wurde in manchen Berichten als möglicher Abschiedsbesuch bezeichnet. Eine solche Formulierung beruhte jedoch auf damaligen Medieninformationen und nicht auf einer ausführlichen persönlichen Erklärung Erikas. Der Vorgang zeigt vor allem, dass die familiäre Verbindung zu ihrem Vater trotz der politischen Ereignisse fortbestand. Über die Gespräche während des Treffens ist nichts Verlässliches bekannt.
Erika Wildau-Honecker heute
Über das heutige Leben von Erika Wildau-Honecker gibt es nur sehr wenige überprüfbare Informationen. Verlässliche aktuelle Interviews, öffentliche Auftritte oder persönliche Stellungnahmen sind kaum bekannt. Das bedeutet nicht automatisch, dass sie vollständig verschwunden ist. Es zeigt lediglich, dass sie nicht als öffentliche Person lebt und ihr Privatleben weitgehend geschützt hat.
In älteren Berichten wurde Berlin als ihr Wohnort genannt. Daraus lässt sich jedoch nicht sicher ableiten, wo sie heute lebt. Auch zu ihrer gegenwärtigen beruflichen Tätigkeit liegen keine ausreichend aktuellen und zuverlässigen Angaben vor. Behauptungen über ihren heutigen Alltag, ihr Vermögen oder familiäre Beziehungen sollten deshalb mit Vorsicht betrachtet werden.
Häufige Fragen zu Erika Wildau-Honecker
Wer ist Erika Wildau-Honecker?
Erika Wildau-Honecker ist die ältere Tochter des früheren DDR-Staatschefs Erich Honecker und der Politikerin Edith Baumann.
Hat Erika Wildau-Honecker Kinder?
Ja. Aus ihrer Ehe mit Karl Wildau gingen nach bekannten Berichten zwei Töchter hervor.
Welchen Beruf hatte Erika Wildau-Honecker?
Sie soll zunächst im DDR-Außenministerium gearbeitet haben und war später als Rechtsanwältin tätig.
Ist Sonja Honecker ihre Schwester?
Sonja Honecker war ihre jüngere Halbschwester. Beide hatten denselben Vater, aber unterschiedliche Mütter.
Wo lebt Erika Wildau-Honecker heute?
Ihr aktueller Wohnort ist öffentlich nicht zuverlässig bestätigt. Anfang der 1990er-Jahre wurde sie als in Berlin lebend beschrieben.
Fazit
Erika Wildau-Honecker ist vor allem als Tochter von Erich Honecker bekannt, führte jedoch einen deutlich ruhigeren und privateren Lebensweg als ihr Vater. Sie wurde 1950 als Tochter von Erich Honecker und Edith Baumann geboren und wuchs in einem stark politischen Familienumfeld auf.
Später heiratete sie den DDR-Diplomaten Karl Wildau, mit dem sie zwei Töchter bekam. Beruflich war sie offenbar im DDR-Außenministerium und später als Rechtsanwältin tätig.
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